In der Theorie der Wirtschaft

In der Theorie der Wirtschaft unterscheidet man zwei verschiedene Formen: die Marktwirtschaft und die Planwirtschaft. Das Prinzip der Planwirtschaft basiert auf einer zentralen Lenkung des gesamten Wirtschaftssystems durch den Staat. Dies bedeutet, dass der Staat einen langfristigen Gesamtplan erstellt über die Produktionen und den Konsum. Für die Einhaltung und Durchsetzen dieses Wirtschaftsplanes ist der Staat ebenfalls verantwortlich.

Charakteristisch für die Planwirtschaft ist, dass alle Güter überwiegend in Gemeinhand sind. Das Privateigentum ist praktisch aufgehoben. Der Staat ist das zentrale Organ und hat somit einen Zugriff auf alle Güter. Dadurch kann der Staat die Wirtschaft überwachen und gegebenenfalls eingreifen. Ziel ist es, den Wirtschaftsplan zu erfüllen.

In der Praxis zeigen sich aber schnell Nachteile aus heutiger Sicht. Die Wirtschaftsteilnehmer, also die Fabriken oder die Landwirte, sind in ihrer Handlung eingeschränkt. Sie produzieren stets die vorgeschriebene Menge und Produkte. Der Staat kann zur jeder Zeit in das Geschehen eingreifen. Es gibt kein Wettbewerb, die Preise werden zentral festgelegt. Die Freiheit auf die freie Produktion und Handel ist stark eingeschränkt.

Da der Staat einen Wirtschaftsplan über einen längeren Zeitraum plant und an diesen konkret festhält, ist die Art der Wirtschaft sehr unflexibel und uneffizient. Es ist schwer und nahe zu unmöglich, alle Eventualitäten und eventuelle Veränderungen in einen solchen Plan einzuarbeiten. Kommt es zu drastischen Veränderungen, dies kann auch durch klimatische Bedingungen geschehen, kann der Staat nicht flexibel auf diese Veränderungen eingehen und vorbeugen.
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